Filmvorführung „Sexarbeit und Beziehung“

Worum geht es in dem Projekt?

Auf Grund von unserem Beruf, dem damit verbundenen Stigma und internalisierten Vorurteilen, sind wir Sexarbeitende oft mit toxischen Beziehungsdynamiken konfrontiert und finden uns oftmals in Situationen wieder, in denen wir unsere Partner*innen weiterbilden müssen. Und das natürlich nur, wenn wir uns dazu entschließen, offen mit unserem Beruf umzugehen. Dieser Kurzfilm soll unseren Beziehungsmenschen dabei helfen, ihre Vorurteile zu bearbeiten und gleichzeitig unsere Community stärken.

Initiiert haben das Projekt:

Pauli und Aaron, zwei queere Sexarbeiter*innen, die vor ca. 2 Jahren von Berlin nach Österreich (Wien und Linz) gezogen sind. Aktivismus und Peer-to-Peer Vernetzung von Sexarbeitenden ist uns ein großes Anliegen, was dieses Projekt zu einem Herzens-Projekt macht.

Aaron ist Student*in, Sexarbeiter*in und politische*r Aktivist*in und fand unmittelbar nach dem Umzug nach Österreich bei Red Edition in Wien eine Community. Red Edition- auch „migrant sexworker group“ genannt, ist ein Netzwerk von und für Sexarbeitende: https://rededition.wordpress.com/

Pauli ist seit 2,5 Jahren in verschiedenen Bereichen der Sexarbeit zu Hause und seit November 2020 im Bereich „sex&work“bei maiz in Linz angestellt. Pauli schreibt Texte und wird mittlerweile auch ganz gut dafür bezahlt (Missy magazine, Referentin Linz, Dyke March). Yeah!

Das Privileg der Arbeit zur Selbstverwirklichung, Pfusch als Lebenshaltung und mit den überwältigenden Konsequenzen arbeiten, Unsicherheit und scheitern, Perfektionismus hinterfragen und sich wagen, aus Normen auszubrechen, Sexarbeit als tool, Dinge zu wagen die mir sonst schwerer fallen würden: why the fuck not?

maiz ist ein autonomer Verein von und für Migrant*innen in Linz und bietet seit 26 Jahren neben Beratungs-; Bildungs-, Forschungs, Jugend- und Kulturarbeit für Migrant*innen auch den Bereich „sex&work“: https://maiz.at

Für die post produktion ist dann Smo mit an Bord gestiegen und arbeitet aus Berlin zu.

Smo Sienkiewicz is a multimedia artist whose work focuses on feminist activism. S/he has created animations for such organisations as The Global Network of Sex Work Projects, The CMI! Consortium, International Committee on the Rights of Sex Workers in Europe and Urgent Actions Sister Funds. You can see more of Smo’s work at https://www.smo-s.com